Anwendung findet die Schematherapie bei Depressionen, bei wiederholter problemhafter Partnerwahl und bei Persönlichkeitsstörungen. Die Schematherapie umfasst Elemente der kognitiven Therapie, der Objektbeziehungstheorie, der Verhaltenstherapie und der Gestalttherapie.
Theorie: Der Erwerb von problematischen Grundmustern (= Schemata) werden früh erworben oder im Laufe des Lebens ausbildet (zB durch traumatische Erlebnisse wie Gewalt aller Art oder frühe Vernachlässigung). Schemata sind handlungsbestimmende Grundannahmen einer Person, über sich selbst und der Welt. Diese Schemata mindern die Lebensqualität und Handlungskompetenz.
18 solcher problematischen Schemata werden in der Schematherapie unterschieden. Es können mehrere problematische Schemata gleichzeitig vorhanden sein. Um eine Änderung im Leben des Klienten hervorzurufen wird festgestellt welche Verhaltensschemata für die Wiederholung unerwünschter Verhaltensweisen verantwortlich sind. Das eigene Verhalten wird wertungsfrei durchdacht. Der Klient soll die Ursachen verstehen und seine Schemen in den jeweiligen Situationen erkennen. Neben dem geführten Durcharbeiten von traumatischen Situationen (Repairenting), werden die in Schemen enthaltenen negativen Selbstaussagen (zB „ich verdiene es nicht geliebt zu werden“) wiederlegt und alternative Verhaltensweisen erarbeitet (zB beim Schema „Verlassenheit“ welches zum Klammern in den Beziehungen führt und die Beziehung gefährdet; lernen die Klienten dem Partner mehr Raum zu geben).