Beispiel - Kopfschmerzen

Bei chronischen Spannungskopfschmerzen und Migräne sind häufig erhöhte Muskelspannungen in Stirn und Schultern/Nacken vorhanden, die für die Schmerzen verantwortlich sind. Mit Hilfe von Biofeedback werden diese Verspannungen festgestellt und der Patient lernt genau dort zu entspannen, wo die Schmerzen verursacht werden. Da diese Verspannungen häufig nicht bemerkt werden, ist die Rückmeldung der Muskelspannung über den Bildschirm wichtig. Dabei wird die Muskelspannung z.B. als Linie dargestellt. Wenn erhöhte Spannung vorhanden ist, steigt die Linie an; bei Entspannung sinkt sie ab. Über diese genaue Rückmeldung wird gelernt, gezielt zu entspannen und die Körperwahrnehmung zu verbessern. Damit wird erreicht, dass das Auftreten von Verspannungen und Kopfschmerzen in Zukunft verhindert wird, bzw. dass Kopfschmerzen im Anfall abgefangen werden können.

Beispiel - Ängste

Bei Ängsten und Panikattacken halten die meisten Klienten im Stresszustand (Stresssituationen oder Gedanken an das Stressige) die Luft an oder atmen ganz flach. Dies führt zu einer Säuren-Basen-Verschiebung im Blut, welche wiederum die Stressempfindlichkeit erhöhen. Durch lernen der Bauchatmung und Einsatz in den Stressstiuationen können Panikattacken unterbrochen werden. Weiters kann durch ein RSA-Training (Syncronisation von Herzrate und Atemkurve) eine Harmonisierung des vegetativen Nervensystems erzeugt werden, die jederzeit (auch ohne Training) wiederabrufbar ist. Dies gibt Sicherheit auf der körperlichen Ebene und ermöglicht einen Ausstieg aus der negativen Selbstwahrnehmungsfalle ("jetzt fängt es schon wieder an"; "jetzt merken es alle"; "jetzt bekomme ich einen Herzinfarkt oder Hirnblutung" ect.).